Vorwort des Verlages zur ersten Auflage

Dieses Tagebuch von Helmut Pilhar, dem Vater von Olivia, ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein ganz außergewöhnliches und erschütterndes Dokument!

Der Leser wird Zeuge eines schweren Schicksals, eines Verbrechens, einer Tragödie - wer wagt es genau zu sagen?

Dieses Tagebuch macht uns aber auch Mut! Es zeigt, wie ein Mensch auch unter einer scheinbar übermächtigen Last nicht zusammenbricht, sondern über sich hinauswächst. Und damit sind Helmut Pilhar UND seine kleine Tochter OLIVIA gemeint!

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Olivia – Tagebuch eines Schicksals. Zumindest den Namen dieses Mädchens braucht man fast niemanden mehr zu erklären. Aber sonst? Was wurde nicht alles geschrieben und verbreitet, was glauben viele Menschen, nicht alles zu wissen oder beurteilen zu können?!

So ist es ein Glück, dass der Vater – Helmut Pilhar – mit einer bewunderungswürdigen, schonungslosen Ehrlichkeit ein minutiöses Tagebuch führte über das Schicksal seiner Tochter und seiner Familie, einen Leidensweg nachzeichnet, der uns alle in seinen Bann schlägt. Im „Fall Olivia“ treten plötzlich verschiedene sog. gesellschaftliche Kräfte in halb Europa in einer Klarheit und Krassheit hervor, wie es vielleicht bislang selten der Fall war:
Die Medizin mit Ärzten, Ärztekammer, Professoren, Primarien, Krankenhäuser im Verbund mit der Pharmaindustrie etwa in Person eines Umweltministers, mehrfachen Pharmaunternehmers und Vorsitzenden der österreichischen Kinderkrebshilfe, welcher die Zwangschemotherapie fordert im Verbund mit der Justiz, den Gerichten, den Richtern, dem Vormund, die das Sorgerecht entziehen, die die Zwangstherapie bei dem Staats-Mündel einleiten im Verbund mit den Medien, Fernsehsendern, Talk- Shows, Moderatoren und Moderatorinnen, Intendanten, Journalisten, Zeitungsredakteure, Filmemachern, Sendern aus ganz Europa, die plötzlich mit einer Stimme reden im Verbund mit einem Konsul und einem Bundespräsidenten und dem österreichischen Staat, der einen Vertrag bricht.

Der Fall Olivia bedeute – so titelte immerhin die österreichische Zeitung „Die Presse“ „Das Ende des Journalismus!“ Der Fall dieses tapferen Mädchens könnte nicht nur das moralische Ende des Journalismus einläuten, sondern auch das moralische Ende der derzeitigen, sich selbst als „anerkannt“ apostrophierenden Medizin, das Ende des medizinisch-pharmazeutischen Interessen-Komplexes, das Ende unseres Rechtsystems und nicht zuletzt das moralische Ende unseres sich demokratisch dünkenden Gesellschaftssystems.

Der „Fall Olivia“ – Olivia selbst – hat etwas bewegt! Zuallererst natürlich unsere Herzen, dann aber auch etwas in unserem Bewusstsein und Denken in Gang gesetzt.

Ein sich immer fester selbst einzementierendes System, das zunehmend Entscheidungs- und Therapiefreiheit der Menschen bedroht, wurde erschüttert und in Bewegung gebracht. Der „Fall Olivia“ hat etwas offenbar gemacht!
Es liegt an uns, ob wir vor dem, was uns sichtbar geworden ist, weiterhin die Augen verschließen wollen oder ob wir mitdenken und vielleicht sogar einmal handeln wollen!

Es gibt ein Lied eines russischen Dichters, dessen Text lautet so:

Lied über mein Leben (von Bulat Okudschawa)

Und die erste Liebe
die brannte im Herz.
Und die zweite Liebe,
die schmiegt sich an die erste an.
Und die dritte Liebe –
der Schlüssel bebt im Schloss,
der Koffer in der Hand.

Und der erste Krieg –
ist ja niemandes Schuld.
Und der zweite Krieg –
ist irgendjemandes Schuld.
Aber der dritte Krieg –
ist nur meine Schuld,
und meine Schuld,
sie ist allen sichtbar.

Und der erste Betrug –
ist Nebel bei Sonnenaufgang.
Und der zweite Betrug –
berauschtes Schwanken fängt an.
Aber der dritte Betrug,
er ist schwärzer als die Nacht,
er ist schlimmer als der Krieg.

Es mag überraschen, dass ein Betrug schrecklicher als der Krieg sein soll – jedoch ist ein Betrug immer der Versuch, Wahrheit durch Lüge, das „Licht“ durch die „Nacht“ zu ersetzen. Was das mit unserem Thema zu tun hat? Sehr viel!
Wie am „Fall Olivia“ allen sichtbar geworden, haben sich eine Unzahl von Menschen, die eigentlich der Wahrheit verpflichtet sein sollten, an dieser vergangen und vor aller Augen einen Betrug inszeniert.

Die Vorraussetzung für einen jeden Krieg ist die Unterdrückung der Wahrheit. Und so hatte man im „Fall Olivia“ streckenweise das Gefühl, einem schmutzigen Krieg gegen Menschen beizuwohnen, die lediglich eine wohlbegründete Meinung vertraten und demgemäß Entscheidungen trafen, eine Meinung, die jedoch bekanntermaßen abwich von der „alleinseligmachenden“, sich nur selbst anerkennenden, „alleingültigen“ Meinung derer, die im Besitz der nur sich selbst veröffentlichenden Meinung sind.

Es folgte zwar kein offizielles Todesurteil (etwa wegen Ketzertums), gleichwohl aber eine moderne Hinrichtung.
Immerhin rief man aber auch nach der „Internierung“ (in ein KZ?) und Psychiatrisierung eines „selbsternannten Wunderheilers“, der sich selbst nie zum Wunderheiler ernannt hatte, mit ausdrücklicher Billigung des österreichischen Presserates! Die Forderung kann mittlerweile als fast gelungen bezeichnet werden. Die Zwangsinternierung eines Kindes in ein Krankenhaus mit der zwangsweisen Durchführung einer Gift-„Therapie“ ist uns allen ja sein Monaten „vertraut“...

Ich bekenne, dass ich mich noch nie so geschämt habe, in einem solchen System zu leben, wie in den letzten Monaten!
Ich gestehe auch, dass ich noch nie so erschreckt war, über die verschiedenen, reibungslos funktionierenden und zusammenarbeitenden Machtinstrumente unseres Staates!
Und selten war ich über etwas so traurig, wie über das Schicksal von Olivia und ihrer Familie!
Ich, für meinen Teil, habe meine Konsequenzen und Schlussfolgerungen gezogen, nachdem ich mich gründlich informiert habe – ich möchte mich nicht mitschuldig machen und sei es nur dadurch, dass ich gedankenlos Vorgekautes nachplappere!

Denn dies ist unser Vorteil im Vergleich zu früheren Zeiten: Jeder Mensch kann sich, wenn es auch manchmal mühsam ist, selbst informieren, ein jeder trägt Verantwortung für Dinge, die sich vor unser aller Augen abspielen, und immer mehr Menschen kommen zu dem Schluss, dass sie sich weder an einem Betrug, noch an einem Krieg beteiligen wollen, und sei es auch scheinbar „nur“ ein „Medienkrieg“.

Liebe Leser, traut auch Ihr Euch, die Wahrheit herauszufinden!

Zum Schluss noch möchte ich der ganzen Familie Pilhar meine tiefe Hochachtung aussprechen!
Olivia selber wünsche ich weiterhin einen großen Schutzengel, der sie behüten und seine Hände über sie halten möge und vor allem Glück – trotz allem, was man ihr angetan hat!
Denn „das Glück - und nicht die Sorge bändigt die Gefahr“. (Goethe)

Köln, im April 1996

Friederike Beck – Amici di Dirk Verlagsgesellschaft